Menu
menu

Gemeinsames Gedenken am 27. Januar 2023

Gedenken vor Ort

Unter dem Titel „Kitty erwartet täglich ihre Abreise. Es ist ja kein Einzelschicksal und sie ist fest“ haben wir eine szenische Lesung entwickelt, die wir – inspiriert von den Kolleg:innen der Gedenkstätte Ravensbrück – in diesem Jahr gemeinsam mit zahlreichen Engagierten aus der Zivilgesellschaft gestaltet haben.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, führte Gedenkstättenleiterin Melanie Engler inhaltlich in das Thema ein. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von Schüler:innen der Kreismusikschule Jessen.

Im Anschluss an die Gedenkstunde im Dokumentationsgebäude fand eine Kranzniederlegung im ehemaligen „Bunker“, dem Ort physischen und psychischen Terrors im KZ Lichtenburg, statt.

#LichterGegenDunkelheit

Mit der Aktion #LichterGegenDunkelheit möchten bundesweit Gedenkstätten und erinnerungskulturelle Einrichtungen einen Beitrag zu einem differenzierten Bild der nationalsozialistischen Verfolgung schaffen. Eine kritische und reflektierte Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ist nach wie von hoher Relevanz. Das wird vor allem sichtbar bei Verschwörungserzählungen mit Bezug auf die NS-Zeit im Zusammenhang mit der Coronapandemie oder bei antisemitischen, rassistischen und antidemokratischen Äußerungen und Taten, bei denen ebenfalls Bezüge zur Geschichte hergestellt werden.

In diesem Jahr stand der ehemalige Appellplatz des KZ Lichtenburg im Fokus der Aktion. Schüler:innen des Gymnasiums Jessen haben im Dezember 2022 als Zeichen der Erinnerung zehn Bäume als Kunstinstallation gepflanzt. Sie stehen allen Widrigkeiten zum Trotz aufrecht ausgerichtet zum ehemaligen Maschinengewehrposten symbolisch für die Widerstandkraft und Resilienz der Menschen, die hier eingesperrt waren. 

 

Alle beteiligten Orte sowie die dazugehörigen Aktionen können Sie hier anschauen. 

#everynamecounts - 1 Woche - 30.000 Namen

Die Arolsen Archives stellten 30.000 Häftlingskarten aus dem Konzentrationslager Stutthof online. Vielen Freiwillige aus aller Welt, halfen dabei mit, die in der Woche vom 23. bis 29. Januar, diese Beweise für die Nazi-Verbrechen zu digitalisieren.
Um eine Karte digital zu erfassen, braucht man nur wenige Minuten.
Es ist weiterhin möglich über everynamecounts.arolsen-archives.org sich am Digitalisierungsprojekt zu beteiligen.

Erinnern Sie aktiv an die Opfer - und setzen Sie ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und Demokratie. Denn die Gründe für Verfolgung sind nicht Geschichte.

Warum am 27. Januar?

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von Einheiten der Roten Armee befreit. Auschwitz gilt heute weltweit als Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma.
Im Januar 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seither ist dieser Tag all jenen Menschen gewidmet, "die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden".