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Gemeinsames Gedenken am 27. Januar 2021

Digitale Lichterkette

Um den bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zu markieren und das individuelle Gedenken auch unter Pandemiebedingungen sichtbar zu machen, haben wir dazu eingeladen, innezuhalten und zu Hause eine Kerze als Zeichen des Gedenkens anzuzünden.

Vielen Dank für all die lieben Worte, die Bilder und Anteilnahme zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Wir sind gerührt und beeindruckt von so viel Engagement, Zuspruch und der Beteiligung an unserer digitalen Lichterkette!

Starke Frauen im KZ Lichtenburg

In der Tradition der vergangenen Jahre hat das Gymnasium Jessen auch in diesem Jahr eine szenische Lesung entwickelt, die pandemiebedingt als Film zur Verfügung steht: "'Und doch sind's die Besten, die ehrlich dachten und ihr Herz vor Heucheln und Lügen bewachten!' - Starke Frauen im KZ Lichtenburg".

Ein großes Dankeschön an alle beteiligten Schüler:innen und Lehrer:innen:
Tristan Danneberg, Luisa Ermlich, Erik Ewertz, Willi Giffey, Marie Gölsdorf, Lukas Hammerlik, Sophie Heinrich, Florian Helbig, Johannes Kawalle, Saskia Kralisch, Milena Letz, Lara Delia Neumann, Anna Sophie Panik, Sophia Petrik, Lisa Reihs, Matteo Stellbrink, Lea Marie Unkrodt, Moritz Wille, Carl Zierold, Karl Zoberbier sowie 
Benedikt Brodehl, Ulrike Helmbold-Mathes, Birgit Pahlow, Cosima Schmidt und Georg Schneidmadel.

Wir freuen uns über das Engagement des Gymnasiums, das wir sehr zu schätzen wissen!
Hier geht's direkt zum Film. 

#LichterGegenDunkelheit

Mit der bundesweiten Kampagne #LichterGegenDunkelheit wollen wir gemeinsam mit zahlreichen anderen NS-Gedenk- und Dokumentationsstätten sowie Gedenkinitiativen zu einem differenzierten Bild auf das Kriegsende vor 76 Jahren und den Umgang mit der Vergangenheit seit 1945 beitragen.
Vor dem Hintergrund des Geschehens an den historischen Orten laden Gedenkorte und -initiativen zur bewussten Auseinandersetzung mit aktuellen demokratiefeindlichen Tendenzen ein. Dazu gehört fundiertes historisches Wissen genauso wie das Erkennen und Entlarven von Verschwörungslegenden und Rassismus. 

Gedenken vor Ort

Landrat Jürgen Dannenberg und Gedenkstättenleiterin Melanie Engler haben am Vormittag des 27. Januar mit einer Kranzniederlegung vor dem Zellengebäude der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
"Die Lichtenburg ist ein sehr bedeutsamer Erinnerungsort in unserem Landkreis, der uns immer wieder vor Augen führt, dass Verbrechen im Nationalsozialismus auch vor unseren Haustüren geschehen sind", so Jürgen Dannenberg. "Der heutige Gedenktag ruft uns in Erinnerung, wie wichtig es ist, sich damit auseinanderzusetzen und Fragen an ein demokratisches Miteinander in der Gegenwart abzuleiten. Ich bin sehr dankbar für das Engagement des Gymnasiums Jessen, das gerade unter den Pandemiebedingungen nicht hoch genug geschätzt werden kann."

Menschen innerhalb eines 15-Kilometer-Radius waren zudem eingeladen, - unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen - Blumen und Gebinde am Zellenbau niederzulegen oder eine Kerze als Zeichens des Gedenkens anzuzünden. 

Im Gespräch

Wie begehen Gedenkstätten und Erinnerungsorte mit NS-Bezug in Pandemiezeiten den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar? Wie funktioniert digitales Erinnern? Welche Möglichkeiten der Teilhabe gibt es online?
Im Podcast "Zeitdiagnosen zu Antisemitismus und Rechtsextremismus" des Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V. erzählen Judith Gebauer von der Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg und Lisa Lindenau aus der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin von ihren Erfahrungen über digitale Partizipationsformate und erläutern, wie es trotz Schließung der Gedenkstätten gelingen kann, erfolgreich pädagogisch zu arbeiten.
Den Podcast kann man hier kostenfrei anhören. 

Warum am 27. Januar?

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von Einheiten der Roten Armee befreit. Auschwitz gilt heute weltweit als Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere den Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma.
Im Januar 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seither ist dieser Tag all jenen Menschen gewidmet, "die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden".