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Willkommen auf der Homepage der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin

Im Juni 1933 eröffneten die Nationalsozialisten im Renaissanceschloss Lichtenburg - inmitten der Kleinstadt Prettin - ein Konzentrationslager für männliche Gefangene, das fortan eine bedeutende Position im KZ-System einnahm. Nach dessen Auflösung im August 1937 diente das Schloss Lichtenburg bis Mai 1939 als Frauen-KZ, von September 1941 bis April 1945 als Außenlager des KZ Sachsenhausen.

Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin versteht sich als ein Ort des Gedenkens und des Erinnerns, ein Ort historischer und politischer Bildungsarbeit, ein Ort der Auseinandersetzung und der Reflexion sowie ein Ort des Sammelns und Forschens. Sie bietet ein umfangreiches und vielfältiges pädagogisches Angebot, das sich an Jugendliche und Erwachsene richtet.  

 

 

Aktuelles

> Stellungnahme zum Mordanschlag in Halle

10.10.2019
Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-​Anhalt verurteilt den antisemitisch motivierten Mordanschlag in Halle zutiefst. Der terroristische Angriff auf die am Tage des jüdischen Versöhnungsfestes voll besetzte Synagoge galt Menschen aus unserer Mitte und zielte zugleich auf das friedliche Miteinander und das demokratische Selbstverständnis unseres Landes. Dass der Antisemitismus fast 75 Jahre nach dem Untergang des Nationalsozialismus in Deutschland wieder zu einer tödlichen Gefahr geworden ist, ist eine erschütternde Tatsache! Sie ist auch Ausdruck einer Änderung des politischen Klimas, in dem Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Teilen unserer Gesellschaft wieder anschlussfähig geworden sind.

Vor diesem Hintergrund ruft die Stiftung alle Menschen in Sachsen-​Anhalt auf, gemeinsam für die Verteidigung unserer demokratischen Werte einzustehen! Unsere Trauer und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen der beiden Mordopfer und den schwerverletzten Überlebenden. Unsere besondere Solidarität gilt der jüdischen Gemeinschaft in Halle, die das eigentliche Ziel der feigen Tat gewesen ist.

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> Teilnahme am HEIMATSTIPENDIUM #2 der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Im Rahmen eines einjährigen Stipendiums können sich Künstlerinnen und Künstler mit dem Schlosskomplex Lichtenburg in seiner Gesamtgeschichte befassen, dabei sowohl unseren Sammlungsbestand als auch den des Museums erkunden und natürlich auch die Sachzeugen und architektonischen Besonderheiten vor Ort in den Blick nehmen.

Davon inspiriert sollen dann neue Werke entstehen, die das kulturelle Erbe dieses Ortes reflektieren. Die Ausschreibung richtet sich an freischaffende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben. Es werden bis zu zehn Stipendien in Höhe von jeweils 12.000 Euro an zehn Projektorte vergeben. Das Stipendium startet im Mai 2020 und dauert bis einschließlich April 2021. Mehr Informationen über die Ausschreibung und das Bewerbungsverfahren erhalten Sie hier.

Das Projekt findet in Kooperation mit der Stadt Annaburg statt.
Wir sind schon sehr gespannt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der Lichtenburg und freuen uns auf kreative Ideen!

> Schließung über den Jahreswechsel

Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin ist vom 21. Dezember 2019 bis zum 6. Januar 2020 geschlossen.

Aufgrund gegenwärtiger Dachbauarbeiten am Museumsflügel des Schlosskomplexes und den damit verbundenen Einschränkungen ist das Museum Schloss Lichtenburg, das sich in Trägerschaft der Stadt Annaburg befindet, vom 16. Dezember 2019 bis zum 3. Februar 2020 für Tagesgäste geschlossen. Gruppenführungen sind weiterhin möglich und können telefonisch unter den folgenden Nummern angemeldet werden: 035386 13 49 - 82 oder -83.
Die Gedenkstätte ist von diesen Baumaßnahmen nicht betroffen!

> Vorankündigng: Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2020 um 14:00 Uhr

Anlässlich des bundesweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus richtet die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin am Montag, dem 27. Januar 2020 um 14:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung aus.

Um die Vielfalt der Häftlingsgesellschaft aufzuzeigen, widmet sich die Gedenkstunde jedes Jahr einer anderen Inhaftiertengruppe. Im Jahr 2020 werden wir den Fokus auf die jüdischen Frauen legen, die wegen ihrer Beziehungen zu nichtjüdischen Männern von den Nationalsozialisten markiert, systematisch verfolgt und inhaftiert wurden.
Derzeit bereiten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Jessen unterrichtsbegleitend eine szenische Lesung vor, die am 27. Januar 2020 präsentiert wird. 

> Fotoausstellung "Auf Motivsuche in der KZ-Gedenkstätte Lichtenburg"

November 2019 - Februar 2020
Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin präsentiert bis zum 28. Februar 2020 die Fotoausstellung "Auf Motivsuche in der KZ-Gedenkstätte Lichtenburg", eine Fotoschau individueller Eindrücke und Gedanken.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines zweitägigen Fotoworkshops mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Landkreis Wittenberg, der im Oktober 2019 stattfand.
Mehr dazu....

> Internationales Workcamp 2019

August 2019
Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin veranstaltete auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Stadt Annaburg und dem Verein Service Civil International ein internationales Workcamp in Prettin, das vom 16. bis zum 30. August 2019 stattfand.

***Weitere Informationen sowie einen Newsticker finden Sie hier.***

> Die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin ist Gründungsmitglied der AG Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager

März 2019
"Ziel der neuen Arbeitsgemeinschaft ist neben einem bundesländerübergreifenden Wissenstransfer die gegenseitige Unterstützung bei wissenschaftlichen Forschungsvorhaben sowie ein Austausch über die historisch-politische Bildungsarbeit. [...]

Deutschlandweit wurden 1933 rund 100 frühe Konzentrationslager errichtet. Sie waren das Terrorinstrument, mit welchem die Nationalsozialisten ihre politischen Gegner ausschalteten und ihre Machtposition demonstrierten.
Die heutigen Gedenkstätten und Erinnerungsorte machen diese einzigartigen historischen Orte sichtbar und zeigen auf, wie rasant und rücksichtslos der Übergang von einer Demokratie zu einer Diktatur verlaufen kann.
In Zeiten nationalistischer und rechtspopulistischer Tendenzen in Deutschland und anderen Ländern Europas stehen Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager in besonderer Verantwortung."

Den gesamten Wortlaut der gemeinsamen Presseerklärung finden Sie hier.   

> Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland rufen auf zur Verteidigung der Demokratie

Dezember 2018
Unter aktiver inhaltlicher Beteiligung der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt haben die Gedenkstätten zur Erinnerung an die NS-Verbrechen in Deutschland im Rahmen der 7. Bundesweiten Gedenkstättenkonferenz am 13. Dezember 2018 in Berlin folgende Grundsatzerklärung verabschiedet:

Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt nehmen als Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit einer verbrecherischen Vergangenheit eine wichtige Bildungsaufgabe für die Gegenwart wahr. Ihre Arbeit folgt der aus den Erfahrungen des Nationalsozialismus gewonnenen Verpflichtung unserer Verfassung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ (Art.1 GG). ....

Die vollständige Resolution können Sie als PDF-Datei hier herunterladen.

> Förderung von Gedenkstättenfahrten

Die Landeszentrale für politische Bildung übernimmt wie bereits im Vorjahr die Fahrtkosten von Schulklassen aus Sachsen-Anhalt in die Gedenkstätten, die unter dem Dach der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt vereint sind, zu hundert Prozent. 

 

Das Antragsformular finden Sie auf der Website der LpB