Wechselausstellungen

"... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten" - Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Eröffnungsveranstaltung am 22. Mai 2018
Eröffnungsveranstaltung am 22. Mai 2018

„Die Arbeit im Revier war zwar eine körperliche Entlastung, aber eine ungeheure seelische Belastung. Manchmal dachte ich, ich ertrag das nicht mehr. Ich bring mich um.“
(Antonia Bruha, österreichische Schreiberin und Dolmetscherin im Krankenrevier, 1995)

 

Die SS verschleppte 120.000 Frauen aus 30 Ländern in das Konzentrationslager Ravensbrück, 80 km nördlich von Berlin. Es war von  1939 bis 1945 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet.

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung über das Krankenrevier im KZ Ravensbrück steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Pflegerinnen eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken.

 

Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und Schriftzeugnissen ehemaliger Revierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen beleuchtet die Ausstellung Facetten des Lageralltags, in dem das Krank-werden oder Krank-sein, oftmals den ersten Schritt zum Sterben oder Vernichtung bedeutete.

 

Die Wanderausstellung kann vom 22. Mai bis zum 31. August 2018 während der regulären Öffnungszeiten in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin besucht werden.

 

Hier finden Sie das Ausstellungsplakat.